Streitgespräche

Streitgespräche, 20.02.2009

Streitgespräche
Führen Sie momentan vermehrt Streitgespräche? Möglich ist es. Denn Kommunikationsplanet Merkur und Aggressor Mars gehen eine Verbindung am Himmel ein. Im astrologischen Fachchinesisch gesprochen sagen wir, sie sind "in Konjunktion".

Eine solche Merkur-Mars-Konjunktion zeigt eine Zeit der scharfen Worte an. Sie müssen deswegen nicht mit jedermann und jederfrau einen Zwist ausfechten. Nutzen Sie vielmehr diese Konstellation, um Klarheit zu schaffen und Tacheles zu reden. Jonglieren Sie sich verbal nicht mehr um den heißen Brei herum, sondern sagen Sie deutlich, was Sache ist.

Auch anders herum sollten Sie diese Konstellation als Chance betrachten: wenn Ihnen jemand quer kommt und Sie beispielsweise anranzt, dann prüfen Sie, ob es hier wirklich nur um Pöbelei geht. Oder ob dahinter nicht der Versuch steckt, eine bereits länger schwelende Angelegenheit zum Ausdruck zu bringen. Von Klarheit profitieren letztlich nämlich alle Beteiligten. Natürlich ist es nicht immer angenehm zu erfahren, was im Kopf eines anderen Menschen vorgeht. Nicht jede Meinung werden Sie teilen. Darum geht es auch nicht. Merkur-Mars fordert schließlich nicht Gleichmacherei, sondern scharfe Trennung der Gedanken: was ist deine Sicht der Dinge, was meine?

Erst aus dieser Gegenüberstellung wird eine Betrachtungsweise möglich, die allen dienlich ist. Denn um sich zu einigen ist es wichtig, zu erkennen und zu verstehen, was der andere denkt und meint. Ein Streitgespräch in diesem Sinne geführt ist also vor allem ein Klärungsgespräch.

Vermeiden Sie es, dabei verbal Schimpf und Schande über andere auszuschütten. Statt Vorwürfen ("du bist immer...") markieren Sie besser in klaren und deutlichen Statements Ihre Position ("ich möchte..."). Kommunikationsexperten nennen das "Ich-Botschaften senden". Sagen Sie, was in Ihnen vorgeht - und nörgeln Sie nicht nur über Ihren Gesprächspartner.

Eine Mars-Merkur-Konjunktion gibt es ungefähr einmal pro Jahr. Doch diesmal ist sie stärker. Denn in ihrer Nähe befindet sich zudem der Verstärker unter den Planetenkräften: Jupiter. Jupiter wird astrologisch gedeutet als ein Symbol für Intensität. Er macht alles größer, manchmal auch eine Spur dramatischer oder pathetischer. Außerdem birgt er das Risiko des Belehrens - und das können wir für einen gleichberechtigten Kommunikationsprozess nun gar nicht gebrauchen. Die Chance dieses Planeten: er sucht nach Sinn. Hier wieder der Hinweis, den Sie schon weiter oben in diesem Text gelesen haben: beleuchten Sie, worum es eigentlich geht. Bleiben Sie fair und unterstellen Sie anderen Menschen nicht permanente Bösartigkeit. Gehen Sie erst einmal vom Guten aus.

Die hier genannte Mars-Merkur-Begegnung hält noch bis zum 8. März an. Dann wandert Merkur in das nächste Tierkreiszeichen und die Entfernung zwischen den beiden Himmelskörpern ist zu groß geworden, um weiter als Konjunktion gedeutet werden zu können. Bis dahin sollten Sie sprachlich aufgeräumt und Ihre Meinung fair aber klar zum Ausdruck gebracht haben.


Quellennachweis Foto: © Rico Kühnel / www.pixelio.de




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