Lernformen
Astrologie lernen, aber wie?
Die richtige Lernform für jeden Typ
Wer Astrologie lernen möchte sollte sich jedoch auch die Frage stellen, welche Lernform die richtige ist. Hier werden alle gängigen Astrologie-Lernformen mit den spezifischen Vor- und Nachteilen beschrieben.Welche Art des Lernens liegt mir?
Lernen ist nicht gleich lernen. Sie alle wissen das. Fast alle von uns haben die ein oder andere traumatische Lernerfahrung aus der Schule in Erinnerung – die einen mehr, die anderen weniger. Auch Erwachsene quälen sich häufig beim Lernen mit ihren alten Wunden aus der Vergangenheit und tun sich zuweilen regelrecht Gewalt an, um dennoch etwas zu lernen, was sie interessiert.
Als Lernende müssen wir uns entsprechend fragen, wie wir uns das Lernen möglichst erleichtern können. Als Anbieter von Lernmöglichkeiten müssen wir uns fragen, was wir den Lernenden denn genau bieten möchten. Leider hört man auch unter Astrologielernenden Aussagen wie: "Wir haben die Horoskopberechnung gelernt - Verstanden habe ich das zwar nicht, aber wir haben so ein Formular bekommen, nach dem ich mich richten kann." Oder: "Das ist ganz schön viel Stoff. Ich würde gern mehr üben, aber das kommt im Unterricht oft zu kurz."
Welche Art des Lernens liegt Ihnen?
Es gibt Menschen, die lernen sehr viel durch Lesen, andere wieder lernen besser durch aktives Tun und Formulieren, wieder andere lernen am besten im Dialog, im Austausch. Einige brauchen das gesprochene Wort, andere müssen etwas bildlich vor sich sehen.
Fazit: Überlegen Sie gut, welche Art des Lernens Ihnen Freude macht. Denn Freude beim Lernen ist der wichtigste Antrieb, um auch wirklich dabei zu bleiben.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, auf welche Art und Weise Sie am besten und leichtesten Lernen, dann bietet sich eine
Welche Art von Dozenten suche ich?
Für den Lernerfolg ist es nicht nur entscheidend, dass Sie die Lerninhalte, in dem Fall die Astrologie, auf die Ihnen am besten entsprechende Art und Weise aufnehmen, sondern dass Ihnen diese von jemandem vermittelt werden, mit dem Sie gut zurecht kommen. Ihr/e Dozent/in trägt maßgeblich zu Ihrem Lernerfolg bei. Wenn seine/ihre Art der Wissensvermittlung Ihnen nicht gefällt, kann das Thema noch so spannend sein – Sie werden nicht so gut lernen können wie bei jemanden, der Sie motiviert. Entscheidend ist sowohl das Menschenbild, das ein Dozent hat, wie auch seine bevorzugte Art des Unterrichts.
So gibt es Lehrende, die eine gewisse Distanz zu ihren Schülern halten und die Rollenverteilung Lehrer – Schüler bewusst pflegen. Es gibt Lernende, die sich in der Rolle des "Schülers" sehr wohl fühlen. Für sie ist es ein Anreiz, wenn ihr Dozent Ihnen ein gewisses Maß an Respekt einflößt. Sie sehen den Dozenten gern in der Rolle des Allwissenden, weil ihnen das ein bestimmtes Maß an Lernsicherheit vermittelt. Es gibt andere Lehrende, die Astrologiestudierende eher als gleichberechtigt betrachten.
Dies spiegelt sich auch in der Art des Unterrichts: Während der distanziertere Lehrertyp gern doziert, Bewertungen vergibt und seine Schüler über Leistungsanreize motiviert, fördert der andere Dozent eher die gleichberechtigte Beteilung des Lernenden und nimmt eine persönlichere Haltung ihm/ihr gegenüber ein. Dies hat den Vorteil, dass der Lernende sich mit seinen Ideen und Gedanken von Anfang an einbringen kann, ohne dass er das Gefühl hat, er "wisse noch zu wenig". Mit der Gleichberechtigung entsteht aber auch eine stärkere Mitverantwortung des Lernenden. Seine Dozentin ist nicht "allwissend" und vermittelt ihm nicht das Gefühl 100%iger Sicherheit und Überzeugung, sondern wirft möglicherweise sogar neue Fragen auf, wenn sie Antworten gibt.
Es gibt Dozent/innen, die sehr klaren feststehenden Konzepten folgen und solche, bei denen die Lernenden ein größeres Mitbestimmungsrecht haben. Klare Konzepte haben den Vorteil, dass am Ende nicht nur Wischiwaschi dabei herauskommt. Zuviel Konzept und zuwenig Raum für Mitbestimmung jedoch erstickt die Möglichkeit, den Anforderungen des Augenblicks und der Gruppe dynamisch Rechnung zu tragen.
Einige Astrologie-Lehrende unterrichten sehr monologisch, sie erzählen viel und vermitteln hauptsächlich ihr Wissen, andere wiederum arbeiten eher dialogisch – sie vermitteln das Wissen über die aktive Beteiligung der Schüler, über Fragen, Austausch und Anregungen zum eigenen Denken. Auch die Art der Dozent/innen, für Leistungsanreize zu sorgen, kann sehr unterschiedlich sein. Während die eine eher mit kritischen Ermahnungen ihr Ziel zu erreichen sucht, steht für den anderen eher das Lob und die positive Ermunterung im Vordergrund. Während für einen selbstbewussten und ehrgeizigen Schüler konstruktive Kritik durchaus förderlich sein mag und er auch einen Tadel locker wegsteckt, sind gerade durch die Schulzeit traumatisierte Erwachsene eher schlecht damit bedient.
Fazit: Lernen Sie Ihre zukünftigen Astrologie-Lehrer zuvor kommen. Prüfen Sie, ob Sie mit seiner / ihrer Art zurecht kommen und er / sie Ihnen sympathisch ist.
Welche Form der Ausbildung liegt mir?
Im Bereich der Astrologie gibt es im Wesentlichen vier unterschiedliche Ausbildungskonzepte:
1. Wochenendseminare
Die meisten Astrologie-Ausbildungen werden berufsbegleitend in Form von Wochenendseminaren angeboten. Oft liegen die Kurswochendenden vier bis sechs Wochen auseinander. Die Seminare werden dann samstags und / oder sonntags ganztätig abgehalten.
Vorteile: Man lernt intensiv und frei vom Alltagsstress. Der Unterrichtsstoff wird in überschaubaren und gebündelten Einheiten vermittelt. Das "Eintauchen" in die Astrologie auf Zeit, ohne an anderes denken zu müssen, erleichtert den Zugang zur Astrologie selbst bei komplexeren Themen. Man lernt seine Mitstudierenden gut kennen, da man Gelegenheit hat, mit ihnen Mittagspause und evtl. sogar Abende privat zu verbringen. In der Zeit zwischen den Wochenendkursen kann das Gelernte im Alltag erprobt werden.
Fragen können direkt gestellt und sofort beantwortet werden - wenn nötig mehrfach. Eigene Ansichten und Erfahrungen der Schüler/innen können mit in den Unterricht einfließen. Da Astrologie seit jeher als "Erfahrungswissenschaft" verstanden wird, darf dieser Punkt nicht unterschätzt werden.
Nachteile: Die unterrichtslose Zeit in den Phasen zwischen zwei Wochenenden kann recht groß sein. Dadurch fehlt oft die regelmäßige Beschäftigung mit der Astrologie, der beständige Austausch. Dies lässt sich durch Übungsgruppen ausgleichen. Der gebündelte Unterrichtsstoff muss häufig einem strikten Zeitplan folgen. Es kommen zusätzliche Kosten auf diejenigen zu, die nicht in der Nähe der Ausbildungsstätte wohnen. Regelmäßige Abwesenheit von der Familie an Wochenenden kann im Einzelfall mit organisatorischen Aufwand verbunden sein.
Eine astrologische Wochenendausbildung in Köln bieten Sabine Bends und Holger A. L. Faß an:
2. Ferienseminare / Wochenweiser Blockunterricht
Diese Form des Unterrichts bietet sich an, wenn die Ausbildungsstätte in einigermaßen erreichbarer Entfernung des eigenen Wohnortes liegt, bzw. im Fall eines Ferienseminars findet sie natürlich an einem Ferienort statt. Dann lässt sich Lernen und Urlaub miteinander kombinieren.
Vorteile: Das Lernen ist sehr intensiv und gebündelt, völlig frei vom Alltagsstress. Vor allem Ferienseminare werden als wertvolle Auszeit empfunden. Lernen wird nicht als Teil der alltäglichen Pflichten gesehen, sondern vor allem mit dem freudvollen Aspekt der Freizeit assoziiert, was für das Lernen sehr förderlich ist. Außerdem lernen die Teilnehmer ihre Mitstudierenden sehr gut kennen, da man viel Zeit am Stück miteinander verbringt.
Nachteile: Die unterrichtslose Zeit in den Phasen zwischen zwei Blöcken kann sehr groß sein. Dadurch fehlt oft die regelmäßige Beschäftigung mit der Astrologie, der beständige Austausch. Erwerbstätige müssen für den Blockunterricht oder das Ferienseminar Urlaub nehmen, das erfordert natürlich die Bereitschaft zum Verzicht auf Urlaub mit der Familie oder zur reinen Erholung. Durch den größeren Reiseaufwand entstehen zum Teil nicht unerhebliche Zusatzkosten. Blockunterricht birgt zudem das Risiko, dass Gelerntes nicht genügend Zeit hat, um sich "zu setzen". Während lernpsychologisch eine Wiederholung der Inhalte vonnöten wäre, folgt im dicht bepackten Blockunterricht meist schon der nächste Stoff.
Ferienseminare werden wiederkehrend, aber nicht permanent von uns angeboten. Wir bieten sie nicht als komplette Ausbildung an, sondern als Einstieg, zu Spezialthemen oder für klar begrenzte Fortbildungen. Nutzen Sie die
3. Fernunterricht
Diese Form des Unterrichts bietet sich an, wenn eine mögliche Ausbildungsstätte in weiter Ferne liegt und / oder wenn man aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht gut an auswärtigen Seminare teilnehmen kann. Ein Fernstudium hat den Charakter eines begleiteten Studiums für Autodidakten.
Vorteile: Das Lernen geschieht unabhängig von Vorgaben, man lernt, wann immer man Zeit hat, in seinem ganz eigenen Rhythmus. Diese Form ist gut geeignet für Menschen, die vor allem Wissen erwerben wollen. Durch den Wegfall von zusätzlichen Reisekosten kann eine solche Ausbildung günstiger sein. Fernunterricht passt sich in der Regel dem individuellen Zeitplan an und ist deshalb besonders gut geeignet für Menschen, die ihre Termine nicht weit im Voraus planen können oder wollen.
Nachteile: Man hat wenig bis keinen Kontakt zu Mitlernenden. Der Austausch mit dem Dozenten beschränkt sich zumeist auf die korrigierten Übungen, die man zurückerhält. Nicht immer kriegen Dozent/innen sofort mit, wenn Schüler/innen etwas missverstanden haben. Umgekehrt können Schüler/innen meist nur schwer nachfragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Die Form des Unterrichts bringt es mit sich, dass der Schwerpunkt eher auf der Wissensvermittlung nach einem feststehenden Curriculum liegt, weniger auf einem dialogischen und mitgestalterischen Element. Das Fernstudium ähnelt einem "Buchlernen". Durch den mangelnden Austausch fehlt häufig das lebendig-kreative Element, das im gemeinsamen Lernen entsteht. Zudem ist eine hohe Eigenmotivation nötig, um sich im Alltag regelmäßig Zeit für das Selbststudium freizuhalten. Ein Fernstudium sollte man daher nur beginnen, wenn man über eine hohe Selbstdisziplin verfügt. Von allen Lernformen gibt es bei Fernstudiengängen die höchste Abbrecher-Quote.
4. Einzelunterricht
Sicherlich ist dies die individuellste Form, Astrologie zu lernen. In einer 1 zu 1 Betreuung werden Lerninhalte und Lerntempo genau auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten.
Vorteile: Ein geschulter Pädagoge kann viele verschiedene Methoden des Lernens miteinander kombinieren, z.B. per Mail, Chat oder bei persönlichen Treffen. Sie lernen exakt die Inhalte, die Sie brauchen, da der Unterricht auf Ihre Bedürfnisse hin zugeschnitten wurde.
Nachteile: Auch hier ist mal, ähnlich wie beim Fernstudium, auf den Austausch mit dem Dozenten beschränkt. Es fehlt der Austausch mit Mitlernenden. Zweifelsohne ist es die teuerste Lernvariante.
Übrigens: Hilfreich kann in diesem Zusammenhang eine