IAU degradiert Pluto! Chaos im Horoskop?
IAU degradiert Pluto! Chaos im Horoskop?, 29.08.2006
Die Internationale astronomische Union (IAU) hat Pluto am 24. August 2006 den Planetenstatus aberkannt. Was bedeutet das für die Astrologie?
Lesen hier zwei Gastkommentare von Kollegen dazu.
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Ernst Ott, geprüfter Astrologe DAV aus Karlsruhe, schreibt:
Nachdem die Astronomen Pluto zum Zwerg degradiert haben....
Glosse 1: Ordnungsmächte
Der Papst ordnet die Welt des Glaubens; er entscheidet, wer den Namen Kirche verdient, und wer eine Sekte ist. Bush ordnet die Welt der Moral; er entscheidet, wer zur Achse des Bösen gehört und wer noch ein Glied der anständigen US-Welt ist. Die Astronomen ordnen das Weltall; sie haben entschieden, dass Pluto nicht mehr Planet genannt werden darf. Endlich Ordnung.
Glosse 2: Dem Leben alle Geheimnisse entrissen......
Wir Astrologen sollten jetzt sicherheitshalber alle 70.000 Brocken, die jenseits von Pluto kreisen, in Radix und Transit berücksichtigen. Dann hätte jeder Mensch jeden Tierkreisgrad besetzt, und wir könnten mühelos alles erklären. Endlich die totale Sicherheit der Deutung: Für jeden Pupser gibts einen Transit als logische Erklärung.
Meine Meinung jenseits der Glossen:
Aufwertung des Planeten Pluto
Hier nochmals meine Überlegungen, die in ähnlicher Form 2004 bereits im "Meridian" abgedruckt wurden: Pluto hat mit Sicherheit eine Sonderstellung, denn er ist das erste und prominenteste Objekt des sogenannten Kuiper-Gürtels. Sinnvoll scheint mir, weiterhin nur ein einziges Objekt aus diesem ganzen Gürtel zu deuten, nämlich Pluto. Wir erkennen in ihm aber eine neue Seite: Er ist das Eingangstor zu einem ganzen Kosmos von weiteren Wesen! So wie Pluto in der Mythologie der Herr aller Unterweltsbewohner ist, so stellt das astrologische Symbol Pluto den Schlüssel dar zu einer Vielzahl von Schatten, die sich hinter ihm bewegen.
Ist es nicht auch in der psychologischen und spirituellen Astrologie so, dass wir immer wieder bescheiden feststellen müssen: Eigentlich wissen wir über Pluto nicht viel Sicheres! Seine Energie ist gewaltig – aber nur annähernd zu beschreiben. Die unbewussten Anteile im Menschen sind eben weit größer als die bewussten, und sie sind ebenfalls schwer zu beschreiben. Sie erscheinen uns wie ein Heer von Schatten die dauernd ihre Gestalt wandeln.
Das Geheimnis des astronomischen Pluto vergrößert sich mit jedem Blick auf seine neu entdeckten Begleiter. Das Geheimnis des astrologischen Pluto besteht in der ewigen Regenerationskraft des Weiblichen oder des Lebens überhaupt; und dieses Geheimnis vergrößert sich gleichfalls mit jedem plutonischen Schatz, den wir im Lauf des Lebens aus den Tiefen des Unbewussten holen.
Das Wissen um weitere Realitäten hinter Pluto könnte uns ermutigen, die Geschenke Plutos im Leben dankbar anzunehmen und mehr auf den unerschöpflichen Reichtum des Unbewussten zu vertrauen.
Ich denke, wir sollten Pluto nicht verbannen oder als "Zwergplaneten" verharmlosen, sondern ihn einladen, in unserem Leben eine vollwertige Rolle zu spielen. Er ist das Tor zur unsichtbaren Welt, die wir in unserer Angst gerne "Schattenwelt" nennen. Durchschreiten wir dieses Tor, so erhalten wir die Unterstützung der hinter ihm liegenden geistigen Kräfte. Wenn wir den Astronomen glauben dürfen, so sind es etwa 70.000 "Objekte"! Das ist ein wunderbares Bild für die in den Tiefen des Kosmos vorhandenen Helfer, die Pluto uns zur Verfügung stellt?
Das Wissen um weitere Realitäten hinter Pluto könnte uns ermutigen, jedes Geschenk des Pluto im Leben anzunehmen und dem unerschöpflichen Reichtum des Unbewussten mehr zu vertrauen.
Nachdem die Astronomen Pluto zum Zwerg degradiert haben....
Glosse 1: Ordnungsmächte
Der Papst ordnet die Welt des Glaubens; er entscheidet, wer den Namen Kirche verdient, und wer eine Sekte ist. Bush ordnet die Welt der Moral; er entscheidet, wer zur Achse des Bösen gehört und wer noch ein Glied der anständigen US-Welt ist. Die Astronomen ordnen das Weltall; sie haben entschieden, dass Pluto nicht mehr Planet genannt werden darf. Endlich Ordnung.
Glosse 2: Dem Leben alle Geheimnisse entrissen......
Wir Astrologen sollten jetzt sicherheitshalber alle 70.000 Brocken, die jenseits von Pluto kreisen, in Radix und Transit berücksichtigen. Dann hätte jeder Mensch jeden Tierkreisgrad besetzt, und wir könnten mühelos alles erklären. Endlich die totale Sicherheit der Deutung: Für jeden Pupser gibts einen Transit als logische Erklärung.
Meine Meinung jenseits der Glossen:
Aufwertung des Planeten Pluto
Hier nochmals meine Überlegungen, die in ähnlicher Form 2004 bereits im "Meridian" abgedruckt wurden: Pluto hat mit Sicherheit eine Sonderstellung, denn er ist das erste und prominenteste Objekt des sogenannten Kuiper-Gürtels. Sinnvoll scheint mir, weiterhin nur ein einziges Objekt aus diesem ganzen Gürtel zu deuten, nämlich Pluto. Wir erkennen in ihm aber eine neue Seite: Er ist das Eingangstor zu einem ganzen Kosmos von weiteren Wesen! So wie Pluto in der Mythologie der Herr aller Unterweltsbewohner ist, so stellt das astrologische Symbol Pluto den Schlüssel dar zu einer Vielzahl von Schatten, die sich hinter ihm bewegen.
Ist es nicht auch in der psychologischen und spirituellen Astrologie so, dass wir immer wieder bescheiden feststellen müssen: Eigentlich wissen wir über Pluto nicht viel Sicheres! Seine Energie ist gewaltig – aber nur annähernd zu beschreiben. Die unbewussten Anteile im Menschen sind eben weit größer als die bewussten, und sie sind ebenfalls schwer zu beschreiben. Sie erscheinen uns wie ein Heer von Schatten die dauernd ihre Gestalt wandeln.
Das Geheimnis des astronomischen Pluto vergrößert sich mit jedem Blick auf seine neu entdeckten Begleiter. Das Geheimnis des astrologischen Pluto besteht in der ewigen Regenerationskraft des Weiblichen oder des Lebens überhaupt; und dieses Geheimnis vergrößert sich gleichfalls mit jedem plutonischen Schatz, den wir im Lauf des Lebens aus den Tiefen des Unbewussten holen.
Das Wissen um weitere Realitäten hinter Pluto könnte uns ermutigen, die Geschenke Plutos im Leben dankbar anzunehmen und mehr auf den unerschöpflichen Reichtum des Unbewussten zu vertrauen.
Ich denke, wir sollten Pluto nicht verbannen oder als "Zwergplaneten" verharmlosen, sondern ihn einladen, in unserem Leben eine vollwertige Rolle zu spielen. Er ist das Tor zur unsichtbaren Welt, die wir in unserer Angst gerne "Schattenwelt" nennen. Durchschreiten wir dieses Tor, so erhalten wir die Unterstützung der hinter ihm liegenden geistigen Kräfte. Wenn wir den Astronomen glauben dürfen, so sind es etwa 70.000 "Objekte"! Das ist ein wunderbares Bild für die in den Tiefen des Kosmos vorhandenen Helfer, die Pluto uns zur Verfügung stellt?
Das Wissen um weitere Realitäten hinter Pluto könnte uns ermutigen, jedes Geschenk des Pluto im Leben anzunehmen und dem unerschöpflichen Reichtum des Unbewussten mehr zu vertrauen.
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Dr. Christoph Schubert-Weller, geprüfter Astrologe DAV aus Bodman und
1. Vorsitzender des Deutschen Astrologenverbandes, schreibt:
Stellungnahme des Deutschen Astrologen-Verbandes zur Neudefinition des Begriffs "Planet" und zur Aberkennung des Planetenstatus von Pluto
Die bisherige Definition des Begriffs "Planet" durch die Astronomie beruhte gleichsam heuristisch auf beobachtungsastronomischen Daten. Objekte, die um die Sonne kreisten und genügend groß waren, um mit Hilfe eines Fernrohrs entdeckt zu werden, wurden als "Planeten" bezeichnet. Kleinere Objekte, deren Entdeckung überhaupt erst im 19. Jahrhundert begann, wurden in Anknüpfung an die Planetendefinition als "Planetoiden", "Asteroiden" usw. bezeichnet. Durch die enorme Verfeinerung der Beobachtungsastronomie in den vergangenen Jahrzehnten und durch die Entdeckung zahlloser Objekte sowohl im Asteroidengürtel zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter als auch im Kuipergürtel außerhalb der Umlaufbahn von Neptun, und schließlich durch die Entdeckung des Objektes Xena im Kuipergürtel, das größer ist als Pluto, ist astronomisch nun eine Neudefinition des Begriffs "Planet" nötig geworden.
Für die Astrologie bleibt das zunächst ohne Folgen. Pluto wird weiterhin in Horoskope eingetragen; diese werden weiterhin im Blick auf das bislang erforschte Bedeutungsumfeld von Pluto – Transformation, Verwandlung unter tiefgreifendem Druck, allgemein weitreichende Veränderung – gedeutet. Wie bisher werden Astrologen auch spezifische Objekte aus dem Asteroidengürtel und dem Kuipergürtel, Ceres, Pallas, Vesta, Juno, Sedna, Quaoar, aber auch die sogenannten Kentauren, Chiron, Pholus usw. und viele andere im Blick auf ihre Deutung und Bedeutung im Horoskop erforschen.
Die Entdeckungen der Beobachtungsastronomie fordern gleichwohl auch die Astrologie zum Nachdenken auf. Bisher gibt es in der Astrologie keinen Konsens darüber, wie weit die Verwendung einzelner (Klein-)Objekte aus dem Asteroiden- und dem Kuipergürtel für die Horoskopdeutung sinnvollerweise betrieben werden sollte. Ganz sicher ist es sinnlos, die Tausende von Objekten, die in den letzten Jahrzehnten entdeckt und deren Bahnelemente berechnet wurden, alle nach bisheriger Weise in der individuellen und mundanen Horoskopdeutung zu verwenden. Aber wo wird eine pragmatische oder grundsätzliche Grenze gezogen? Was ein "Planet" oder "Kleinplanet" im astrologischen Sinn ist, ist, wie die neue Planetendefinition in der Astronomie erkennbar werden lässt, sicher ein Stück weit unabhängig von dem, was im astronomischen Sinn "Planet" heißt. Aber nun wird offenbar, dass auch die Astrologie vor einem Definitionsproblem steht. Zudem fehlt es bislang in der Astrologie an einem Nachdenken darüber, welche astrologische bzw. astropsychologische Bedeutung die "Gürtel" als solche haben könnten. Asteroiden- und Kuipergürtel mit ihren zahllosen Objekten könnten der Astrologie zeigen, dass die Fixierung auf die Deutbarkeit von Einzelobjekten und Einzelfaktoren nicht ausreichend ist und dass auch nach der astrologischen Deutung und Bedeutung größerer astrophysikalischer Zusammenhänge im Sonnensystem gesucht werden darf.
Stellungnahme des Deutschen Astrologen-Verbandes zur Neudefinition des Begriffs "Planet" und zur Aberkennung des Planetenstatus von Pluto
Die bisherige Definition des Begriffs "Planet" durch die Astronomie beruhte gleichsam heuristisch auf beobachtungsastronomischen Daten. Objekte, die um die Sonne kreisten und genügend groß waren, um mit Hilfe eines Fernrohrs entdeckt zu werden, wurden als "Planeten" bezeichnet. Kleinere Objekte, deren Entdeckung überhaupt erst im 19. Jahrhundert begann, wurden in Anknüpfung an die Planetendefinition als "Planetoiden", "Asteroiden" usw. bezeichnet. Durch die enorme Verfeinerung der Beobachtungsastronomie in den vergangenen Jahrzehnten und durch die Entdeckung zahlloser Objekte sowohl im Asteroidengürtel zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter als auch im Kuipergürtel außerhalb der Umlaufbahn von Neptun, und schließlich durch die Entdeckung des Objektes Xena im Kuipergürtel, das größer ist als Pluto, ist astronomisch nun eine Neudefinition des Begriffs "Planet" nötig geworden.
Für die Astrologie bleibt das zunächst ohne Folgen. Pluto wird weiterhin in Horoskope eingetragen; diese werden weiterhin im Blick auf das bislang erforschte Bedeutungsumfeld von Pluto – Transformation, Verwandlung unter tiefgreifendem Druck, allgemein weitreichende Veränderung – gedeutet. Wie bisher werden Astrologen auch spezifische Objekte aus dem Asteroidengürtel und dem Kuipergürtel, Ceres, Pallas, Vesta, Juno, Sedna, Quaoar, aber auch die sogenannten Kentauren, Chiron, Pholus usw. und viele andere im Blick auf ihre Deutung und Bedeutung im Horoskop erforschen.
Die Entdeckungen der Beobachtungsastronomie fordern gleichwohl auch die Astrologie zum Nachdenken auf. Bisher gibt es in der Astrologie keinen Konsens darüber, wie weit die Verwendung einzelner (Klein-)Objekte aus dem Asteroiden- und dem Kuipergürtel für die Horoskopdeutung sinnvollerweise betrieben werden sollte. Ganz sicher ist es sinnlos, die Tausende von Objekten, die in den letzten Jahrzehnten entdeckt und deren Bahnelemente berechnet wurden, alle nach bisheriger Weise in der individuellen und mundanen Horoskopdeutung zu verwenden. Aber wo wird eine pragmatische oder grundsätzliche Grenze gezogen? Was ein "Planet" oder "Kleinplanet" im astrologischen Sinn ist, ist, wie die neue Planetendefinition in der Astronomie erkennbar werden lässt, sicher ein Stück weit unabhängig von dem, was im astronomischen Sinn "Planet" heißt. Aber nun wird offenbar, dass auch die Astrologie vor einem Definitionsproblem steht. Zudem fehlt es bislang in der Astrologie an einem Nachdenken darüber, welche astrologische bzw. astropsychologische Bedeutung die "Gürtel" als solche haben könnten. Asteroiden- und Kuipergürtel mit ihren zahllosen Objekten könnten der Astrologie zeigen, dass die Fixierung auf die Deutbarkeit von Einzelobjekten und Einzelfaktoren nicht ausreichend ist und dass auch nach der astrologischen Deutung und Bedeutung größerer astrophysikalischer Zusammenhänge im Sonnensystem gesucht werden darf.
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