Die Dauer einer Partnerschaft

Die Dauer einer Partnerschaft, 29.04.2007


Gerade Menschen, die sich frisch verliebt haben wollen oft gerne wissen, ob der / die Neue "von Dauer" ist. Woran kann man das im Horoskop erkennen?

Zuerst einmal: man kann es gar nicht erkennen. Das liegt bereits an der Fragestellung. Was genau heißt denn "von Dauer"? Für denjenigen, dessen Partnerschaften bisher stets drei Monate währten, ist eine Beziehung, die sechs Monate anhält womöglich bereits "von Dauer". Oder steckt in der Formulierung der Wunsch "bis dass der Tod uns scheidet"? Und wenn das bereits nächste Woche ist, die beiden Menschen also vielleicht nur vier Wochen zusammen waren - würde man da auch von einer Beziehung "von Dauer" sprechen?
Die Frage ist also von ihrer Formulierung her unbeantwortbar.

Darüber hinaus ist der Einwand berechtigt, ob denn die Dauer alleine ein betrachtenswertes Merkmal darstellt. In meiner Beratungspraxis erlebe ich immer wieder Beziehungen, die "von Dauer" sind, beide Partner jedoch mit der Situation unzufrieden. Geht Quantität der Zeit etwa über Qualität der Beziehung?

Bevor man sich also eifrig auf die Horoskope der Betreffenden stürzt, sollte man sich über solche Fragen Gedanken machen. Die astrologische Analyse nun bietet Möglichkeiten, nach Stabilisatoren zu suchen. Diese alleine sind kein Garant dafür, dass die Beziehung lange halten wird. Je stärker diese Stabilisatoren vorkommen, um so wahrscheinlicher ist es allerdings, dass eine entsprechende Motivation vorliegt, seinen Teil dazu beizutragen der Beziehung Festigkeit zu geben.

Zu solchen Stabilisatoren gehören:
  • Wichtige Saturn-Transite: Dies kann der laufende Saturn über der Sonne oder dem Aszendenten sein. Besonders spannend: Saturn bei einem langjährigen, vielleicht sogar überzeugten Single durch das siebte Haus bringt nicht selten einen Einstellungwandel mit sich und den Wunsch, mehr Verlässlichkeit und Verbindlichkeit in Partnerschaften zu erleben.
  • Sonne des einen Partners im Mond-Zeichen des anderen: Bereits Carl Gustav Jung hat vermutet, dass diese Planetenkonstellation einer "Ehesignatur" entspricht. Das ist nachvollziehbar, denn in Bezug auf die Hauptlichter, auf die grundlegenden Polaritäten ist eine Ähnlichkeit vorhanden. Beide Menschen schwingen hier auf gleiche Weise, jedoch in Bezug auf unterschiedliche Kräfte.
  • Achsenverbindungen: Liegt ein Achsensturz vor, ist also der Deszendent des einen in Konjunktion mit dem Aszendenten des anderen, so spiegeln sich die Partner in ihren individuellsten Bereichen des Seins. Folgerichtig geht eine große Faszination voneinander aus. Karmaastrologen sprechen hier zudem von einer "alten Verbindung".
  • Betonung der überpersönlichen Planeten: Listet man die Aspekte auf, die die Planeten untereinander in der Synastrie machen, dann kann man prüfen, welchen Planeten denn am meisten aspektiert werden. Sind es überpersönliche Planeten (und hier vor allem Pluto), dann verbindet die beiden Personen ein starkes Thema, von dem sie so schnell nicht lassen können. Auch dies daher ein Indikator für eine länger andauernde Auseinandersetzung.
Schließlich: Die Liebe! Wie Sie wissen steht die Liebe nicht im Horoskop. (So, wie überhaupt einiges eben nicht aus den Planetenkonstellationen heraus gelesen werden kann.) Gibt es einen stärkeren Stabilisator als die Liebe? Sicherlich nicht! Vergessen Sie bei aller astrologischen Analyse den Wunsch nach Herzens- und Seelennähe nicht!

Und nun: auf in den Frühling!



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