Ablauf einer Horoskopaufstellung

Der Ablauf einer Horoskopaufstellung


Ab besten beschreiben ehemalige Teilnehmerinnen, wie sie ihre Aufstellung erlebten. Lesen Sie selbst:

 
Das Gefühl der Nutzlosigkeit verschwindet

Seit vielen Jahren plagt mich das Gefühl, nutzlos zu sein. Ich tue und tue, aber behalte immer einen schalen Geschmack zurück: egal wie sehr ich mich auch anstrenge, ich bin überflüssig. Bin nicht. Die Astrologie lehrte mich, dass dies mit Neptun im sechsten Haus zusammenhängen kann. Aber wie damit umgehen? Ist "Arbeitslosigkeit" (wie in vielen Büchern geschrieben steht) etwa eine Alternative?


Bei einer Horoskopaufstellung von Holger Faß will ich mir dies genauer ansehen. 
Ich bin etwas aufgeregt, dass ich als erste "dran" bin. Zunächst fordert er mich auf, zu erzählen, worum es geht. Dann wird mein Horoskop in der Raummitte ausgelegt. Ich schaue es mir an – es kommt mir bekannt vor. Aber es ist so groß. Sehr ungewohnt. Ich kann immer nur einen Teil des Horoskops mit meinen Augen erfassen. 
Holger bittet mich in das Horoskop und ich soll vom Aszendenten durch die Häuser gehen. Wo ich etwas spüre, soll ich stehenbleiben. Ich bin aufgeregt, weiß gar nicht, ob ich überhaupt etwas spüren kann. Als ich an Neptun vorbeispaziere merke ich jedenfalls nichts.

Am MC hingegen auf einmal eine Blockade – so, als könne ich nicht mehr weitergehen. Dabei sagt mir mein Verstand etwas anderes. Dick und fett liegt Venus am Boden, im zehnten Haus, kurz hinter dem MC. Nun holt mich Holger aus dem Horoskopkreis heraus und ich setze mich an den Rand und suche eine Stellvertreterin für Venus aus. Die Frau geht in das Horoskop. Nachdem sie eine Weile auf der Venus-Position steht, wird ihr sehr kalt. Ich kenne das – ich bin auch eine Frostbeule. Durch gezielte Fragen und Vorschläge ist ihr Holger behilflich, Wärme zu finden. "Venus" probiert verschiedenes aus und dabei stellt sich heraus, dass Mars im ersten Haus von ihr als störend empfunden wird. Ich suche einen Mars-Stellvertreter. Leider ist nur ein Mann anwesend. Zwischen beiden entsteht sofort eine Spannung – wie im Horoskop, wo sie über ein Quadrat miteinander verbunden sind. Dabei fühlt sich "Mars" stark und kräftig und wird richtig ein bisschen wütend, auf die schwache und fröstelnde "Venus".

Im weiteren Verlauf gelingt es Holger, die beiden miteinander zu versöhnen, ohne dass einer seine Position aufgeben muss. Ich nehme nun wieder die Venus-Position ein und es fühlt sich deutlich besser an, als am Anfang. "Mars" lächelt herüber. Mir wird klar, dass ich mich selbst behindert und ausgebremst habe. Das Gefühl von Nutzlosigkeit ist gar kein Neptun-Thema, sondern hat damit zu tun, dass die an höchster Stelle stehende Venus nicht zur Geltung kommt. Ob sie will oder nicht muss sie mit Mars zusammenarbeiten – und nicht gegen ihn. Einen ersten Eindruck davon habe ich durch die Horoskopaufstellung erhalten. Es ist ein schönes Gefühl. Und eine gute Orientierung. Es macht mir Mut, weiterzuarbeiten. In diesem Sinne war die Horoskopaufstellung wie eine intensive, nicht-kopfmäßige Horoskopdeutung. Und ich habe mehr erhalten, als eine Diagnose: nämlich einen möglichen Lösungsweg aufgezeigt bekommen.

Erika Steinbauer 

Wie man lernt, Energien lebendig werden zu lassen

Es ist anders, als zuvor. Es ist klar. Es ist wie Perestroika für die Seele.
Was ES ist?

Das, was jeder für sich selbst raus findet, wenn er sich eingelassen hat, auf die Erfahrung einer Horoskop-Aufstellung. Ein Prozess der Wandlung, des Umbaus, etwas, das beginnt, wenn die Energien neu spürbar sind. Es dauert, bis
es durchbricht. Es beginnt mit einem Spiel.
 

Ein großes, weißes, rundes Tuch liegt am Boden. Eine Radix. Schwarze Linien markieren den Tierkreis, bunt aufgemalte Zeichen symbolisieren die Sternenenergien. Wir sitzen im Kreis um das Tuch. Sehen gespannt zu, wie Holger das Tuch für Saskia zu ihrem eigenen Bild werden lässt. Er zieht lange Schnüre quer durch den Kreis, so werden die Achsen, so werden die Häuser sichtbar. Der Aszendent liegt selbst hier im kleinen Raum am Osthorizont. Die große Ordnung muss sich eben auch im Kleinen spiegeln. Dann finden die Filzstück großen Planeten ihren Platz im Bild.
 

Wir sitzen drum herum – die einen unruhig, die andern gespannt, einige recht cool oder selbstsicher, eine gibt den Clown. So unterschiedlich sind wir, wie Menschen sich eben zeigen in ihrem Wesen. Ein paar kennen sich von anderen Workshops, andere sehen sich zum ersten Mal.
 

Holger leitet das Stellen klar. Er ist ganz da, und doch übergeordnet. Was er sagt, wendet sich an den Einzelnen, und doch fühlt sich jeder angesprochen. Er gehört dazu und macht sich doch nicht gemein mit allen. Es ist eine angenehme Balance zwischen Distanz und Nähe. Nur braucht man etwas, bis man versteht, woran es liegen könnte. Er sagt, "ich bitte Dich, schließe jetzt mal die Augen und lass Deinen Atem ruhig werden…". Ja, wer ist denn gemeint? Wer ist das Du? Ich? Oder die andere? Oder er? Oder alle? Irritation macht sich breit. Fragen, warum sprichst Du so? Doch Holger bleibt dabei – und jeder gewöhnt sich daran, dass er das Du für den anderen ist.
 

Saskia möchte Zugang zu ihrer Venus-Kraft finden. Sie hat sich vorher schon mit ihrer Astrologin besprochen, dass dies ein Thema sein könnte, um wieder einen Schritt "ganzer" im Leben sein zu können. Holger bittet sie, einmal um die Radix zu laufen, zu spüren, ob sie spürt. Zu fühlen, wo sie nichts fühlt.
 

Wir schauen zu. Manche kennen das vom Familienstellen oder anderen systemischen Aufstellungen. Sie wissen, dass sich da was tut. Andere bleiben skeptisch - was soll das sein? Saskia sagt, das sei komisch. Sie tappt um den Kreis, tippt mit der Zehenspitze auf ihre Venus, läuft wieder davon. Sie weiß nicht, sagt sie. Sie will raus. Holger bittet Saskia, einen der Umsitzenden auf ihre Venusposition zu führen. Susan steht dort ein und fühlt in sich.
Saskia bittet noch einige andere auf ihre Positionen: Uranus, Pluto, Saturn, IC, MC – es entsteht ein dichtes Gedränge – die einen wollen nichts mit den anderen zu tun haben. Die andern beschimpfen sich gegenseitig in diesem Kreis. Und die Venus? Sie fühlt sich missverstanden. Susan will weg aus ihrer Position, will dorthin, wo die MC-Stellvertreterin steht. Aber sie kann nicht. Sie fühlt sich verpflichtet, gebunden.


Holger umwindet die Familie mit einer Schnur.
Susan fühlt sie sich nun so richtig traurig. Sie meckert vor sich hin und bleibt doch bei ihrer Planeten-Familie. Susan findet tausend Ausreden, warum sie diese nicht verlassen kann und warum sie doch nicht auf sie hört. Es ist für alle anstrengend. Erschöpft sinkt der eine zusammen, versauert, weil er nicht gehört wird. Aggressiv kämpft der andere weiter. Keiner kann den andern einfach anschauen.
 

Bis Holger mit kleinen Fragen Ruhe ins Geschehen bringt. Liebe Venus, warum schaust Du Deine Planeten-Familie im Rücken nicht an? "Will nicht". "Hab Angst." "Die sind so mächtig". Liebe Venus, was macht es mit Dir, wenn Du Dich festhalten kannst? Er reicht einen Stock. Susan grapscht nach dem festen Griff. Liebe Venus, wohin gehst Du, wenn Du doch allein sein wolltest? Susan saust auf ihren Deszendent. Dann kriegt sie Angst, fühlt sich allein und saust wieder zurück hinter die geschnürte Absperrung zu ihrer "Familie". Denen macht sie Vorwürfe, weil die sie nicht loslassen.
 

Für Susan wird der Stellvertreterinnen-Job ziemlich intensiv. Eigentlich ist sie doch nur Seminar-Teilnehmerin. Doch sie fühlt sich tief verbunden mit dem Leben von Saskia. Und Saskia beobachtet leicht erschreckt, wie Susan ihr die eigene innere Zerrissenheit vorführt.
 

Holger bittet die Venus-Susan, ihre Planeten-Familie anzuschauen. Nach etwas Widerstand geht das. Dann fordert er Susan auf, um etwas mehr Achtsamkeit für ihre Position in der Familie zu bitten. Es dauert etwas. Susans Stimme ist belegt. Dann wird sie klarer. Zum Schluss kann sie mit fester Stimme bitten: "Ich bitte Euch um mehr Zuwendung und Achtsamkeit."
 

Alle Stellvertreter dürfen wieder aus dem Kreis treten, dürfen wieder normale Seminarteilnehmer sein. Saskia verzieht sich aufgewühlt in eine Ecke. Irgendwas in ihr ist angesprochen. Viele Fragen tun sich auf. Doch alle Antworten hatte sie sich schon mal gegeben. Waren es Antworten oder Ausreden? – Sie weiß es nicht.

Holger bittet sie, doch den Kopf jetzt einfach abzuschalten. Das Gefühl, dass da was stimmte in dem Bild, das sie vorgeführt bekam, wird ihr schon eine Antwort geben. Sie möge es jetzt nicht zerreden. Vielleicht gibt es in Träumen Antwort. Vielleicht fühlt sie sich bald besser; also, fühlt sich selbst bald besser.
Manche von uns schauen sich ratlos an – wieso gibt es keine glatten Antworten und Lösungen? Kein Rezept, für die nächsten Verhaltensstrategien? Auch da muss man also selbst weiterarbeiten.
 

Der Tag vergeht. Fünf von uns haben sich auf diese Weise mit ihrer eigenen inneren Persönlichkeit auseinandergesetzt. Fünf von uns sind am Abend mehr oder weniger neu ausgerichtet. Getuned in ihrer Frequenz, wie ein Radio. Die eigene Wellenlänge summt etwas deutlicher. Holger führte uns sanft dahin, die eigene Kraft anzuschauen. Egal, ob es Venus oder Mars ist, ob Uranus alles durcheinander wirft oder der Mond einem die Gefühle auf und ab bewegt.
 

Wie, wohin es nun im Leben geht – das ist jetzt der Prozess, der eingesetzt hat. Es ist spürbar. Es macht ein bisschen unsicher. Es fühlt sich gut an.

Sonja Wolter 

Zwischen Uranus und Saturn

Bei meiner Horoskopaufstellung wollte ich etwas über meine Beziehungsthemen erfahren, hätte da an Venus-Pluto Quadrat Mars und Mond-Saturn-Opp. gedacht. Aber nein, Holger hatte anderes im Sinn:

Ich sollte mich erst auf den AC Löwe stellen, dann auf meine Löwe-Sonne. Um mich drumrum so viel Gedränge, Merkur, Uranus, Pluto und Venus so nah dabei... ich wußte gar nicht, wie ich stehen sollte, wollte niemandem auf die Füße treten (Kommentar einer Teilnehmerin: "so, und wer tritt DIR alles auf die Füße??)" Vor mir der Deszendent zog mich an - aber er war so LEER...

 

Holger stellte mir eine Wassermann-Deszendentin gegenüber: Ah, Erleichterung. Das tat gut. Endlich ein Gegenüber! Dann stellte Holger den DC-Herrscher Uranus hinter mich - PUUHH! Was für eine Energie, ein vibrierendes Kraftfeld. Es stieß mich einerseits ab (wie 2 gleiche Magnetpole), andererseits verunsicherte es mich enorm, daß ich nicht sah, was da hinter mir war. Ich fühlte mich wackelig auf den Beinen, hatte Herzklopfen und tendierte nach vorne weg Richtung DC.

Meine Deszendentin wiederum war verunsichert, weil sie nicht sah, wer da genau hinter der Sonne stand, da war was, was sie nicht enschätzen konnte, und das war ihr unheimlich (ich glaub, das geht manchem Gegenüber von mir so).

 

Dann nahm Holger die Deszendentin weg und stellte Saturn im Steinbock in 6 im Anderthalbquadrat zur Sonne auf. Mein Gefühl war: "SCHACH! Nee, das muß ich nicht haben!" Saturn in meinem Leben: Mein alter Chef z.B. hatte sehr viel von meinem Vater, und mein letzter Partner war trotz sensibel wirkendem erstem Eindruck in der Beziehung Saturn in Person, von Tag zu Tag mehr.)

Dieser Saturn sah mich frontal an, er wollte was von mir. Das verunsicherte mich so, daß ich zu schwanken und zu taumeln begann und meinem Uranus fast in die Arme sank. Uranus legte die Hände auf meine Schultern: "Ja, das tat gut, das war genau richtig!" Uranus folgte dem eigenen Impuls, kam näher und hielt mich richtig fest, gab mir Wärme und Energie.

Das behagte Saturn gar nicht, er fühlte sich angesichts dieses Doppelpacks ausgeschlossen und traurig. Uranus ließ mich los, als ich mich aufgetankt hatte und wieder aufrecht stehen konnte. Dann gab Holger mir und Saturn einen Stab als Verbindung in die Hand (Anderthalbquadrat), das stabilisierte uns beide, Saturn fing an zu lächeln und war erleichtert, weil jetzt Kontakt da war. Auch für mich fühlte sich das gut an. Saturn hatte den Impuls, näher zu kommen, spürte aber einen Energieblock in der rechten Hüfte und konnte sich nicht vom Platz bewegen. Holger bearbeitete den Block und entfernte den Knoten, so daß Saturn Bewegungsfreiheit bekam.

Dann forderte er mich auf, mich bei Saturn zu bedanken: für das Gleichgewicht, die Stabilität, die Klarheit, die Sicherheit, die er mir gab. Und dieses Bild in mich aufzunehmen und damit zu arbeiten.

Kommentar einer Teilnehmerin: "Solange Du selber Saturnenergie nicht bewußt lebst, wird sie Dir außen begegnen, meist in einer Form, die Dir absolut nicht entspricht. Dann rennst Du vor die Wand. Deine Aufgabe ist, selber diese Energie zu leben und zu integrieren, und zwar auf Deine ganz persönliche Weise."
 

Yamuna

 

 


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